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Hochbegabte brauchen besondere Unterstützung

Kennen auch Sie solche Schüler, die relativ lust- und teilnahmslos den Unterricht über sich ergehen lassen? Die dankbar für jede Ablenkung sind? Oder am liebsten gar nicht in die Schule gehen wollen und deshalb häufig „krank“ sind? Die ihre Hausaufgaben einfach nicht machen (und denen es nie an kreativen und teils sogar plausiblen Erklärungen für dieses Versäumnis mangelt)? Und die, wenn sie ihre Aufgaben gezwungenermaßen erledigen, dafür eine gefühlte Ewigkeit brauchen? Womöglich benimmt sich das Kind auffällig, vielleicht sogar aggressiv? Das alles können (müssen aber nicht) Anzeichen für das Vorliegen einer Hochbegabung sein (Statistiken zufolge sind zwei bis drei Prozent der Bevölkerung betroffen); allerdings wird der IQ nicht als einziges Kriterium zur Erkennung der Fähigkeit zu außergewöhnlichen kognitiven Leistungen erachtet.

Die exzeptionelle Begabung eines Kindes stellt noch immer an Eltern, Lehrer und andere Mitmenschen hohe Anforderungen. Zum Glück sind die Zeiten vorbei, da man davon ausgegangen ist, Hilfe bräuchten ausschließlich besonders „schwache“ Schüler; Begabtenförderung ist heute das erklärte Ziel von Bund und Ländern. Doch die erste Herausforderung ist, zu erkennen, wenn sich da unter den Kita- oder Grundschulkindern ein außergewöhnliches Talent befindet – nicht immer benimmt sich ein solches auffällig, manche Kinder beginnen auch schlicht sehr früh mit dem Lesen lernen oder haben eine auffallende Affinität zu Zahlen und Formen. Bleibt eine Hochbegabung unerkannt, sind spätestens nach der Einschulung Probleme zu befürchten. Verzichten diese Schüler beispielsweise bei Rechenaufgaben auf die Darstellung des Lösungsweges (weil sie zur Ergebnisfindung diese vorgegebene Unterstützung gar nicht brauchen) wird diese herausragende Leistung meist nicht anerkannt und negativ bewertet.

Was tun, wenn der Verdacht einer Hochbegabung besteht?
  • Eltern können das Gespräch mit Erziehern/Lehrern suchen und abklären, ob diese ebenfalls die Möglichkeit einer überdurchschnittlichen Begabung in Betracht ziehen.
  • Auch der Kinderarzt ist eine gute Anlaufstelle, vielleicht führt er selbst diesbezügliche Tests durch oder empfiehlt einen guten Kinder- oder Schulpsychologen für die weitere Klärung, oder andere Ärzte/Praxen, die sich auf dieses Themengebiet spezialisiert haben.
  • Schließlich gibt es Hochbegabten-Zentren, die im Umgang mit überdurchschnittlich intelligenten Kindern erfahren sind, die nicht nur erkennen und diagnostizieren, sondern auch bezüglich der weiteren Vorgehensweise kompetent beraten.
  • Auch die DGhK e.V. (Deutsche Gesellschaft für das hochbegabte Kind e.V.) bietet Informationen und gibt Tipps.
Hilfe – der IQ (Intelligenzquotient) meines Kindes liegt über 130!
Zum einen gibt es die Möglichkeit, die Schule zu beschleunigen, etwa durch früheres Einschulen oder Überspringen einer Klasse (Akzeleration). Allerdings ist abzuwägen, ob durch diese Lösung das Kind nicht direkt von der Unter- in die Überforderung katapultiert wird, ob es mit seinen Klassenkameraden auch auf der Ebene der sozialen und emotionalen Reife mithalten kann. Auch eine Teilakzeleration ist manchmal möglich – die zeitweise Teilnahme am Unterricht der nächsthöheren Klasse.

Auch von den Lehrkräften anzuwendendes Enrichment kann eine Chance sein, gesteigertem Wissensdurst und schneller Auffassungsgabe gerecht zu werden. Gerade wenn ein Kind sich im Klassenverband wohl fühlt, kann das individuelle Erweitern seiner Aufgaben und Themenfelder verhindern, dass Frustration (zum Beispiel durch das Üben und die mehrfache Wiederholung von längst erfassten Inhalten) entsteht. Die praktische Umsetzung des Enrichments im Rahmen des Regelunterrichts erfordert große Einsatzbereitschaft der Lehrkräfte und nicht immer ist diese Methode ausreichend, um Hochbegabte angemessen „auszulasten“.

Eine andere Form des Enrichments ist außerschulischer Unterricht durch entsprechend geschulte Themenexperten/Referenten, welcher zusätzlich nachmittags, oder als Wochenend- oder Ferienkurs, stattfindet. Da es sich hierbei um spezielle Angebote für hochbegabte Kinder handelt, befinden sie sich unter „Ihresgleichen“, fühlen sich weniger als Außenseiter, die Teamfähigkeit verbessert sich und Freundschaften können unter ähnlich Befähigten leichter geknüpft werden.

Spezielle Internate/Privatschulen für Hochbegabte oder Montessori-Schulen stellen ebenfalls eine Option dar – allerdings kann diese aufgrund örtlicher Gegebenheiten/Entfernungen tatsächlich weniger naheliegend sein.

Nicht zu unterschätzen ist auch der Nutzen der Förderung durch Eltern und Familie. Hochbegabte Kinder wollen viel „Input“ und lieben es, neue Erfahrungen zu machen. Regelmäßige Ausflüge anzubieten, Besuche in Museen oder im Theater, Strategie- und andere Spiele, den Kontakt zu ähnlich Befähigten Kindern zu ermöglichen/herzustellen, die Mitgliedschaft in der Stadtbibliothek sowie die Erlaubnis, ausgewählte Sendungen im TV sehen zu dürfen … es gibt vieles, was im privaten Bereich getan werden kann, um Hochbegabte zu fordern und zu fördern. Wichtig ist auch der dosierte und kontrollierte Zugang zu Computer und Internet.
 
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